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Technische Universität Bergakademie Freiberg
Institut für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung (IMKF), Professur Additive Fertigung

simul+ Reallabor SAMSax SAMSax steht für Sustainable Additive Manufacturing in Saxony (dt. Nachhaltige additive Fertigung in Sachsen). Wir haben uns zum Ziel gesetzt, anfallende biobasierte, natürliche sowie industrielle Reststoffe und Nebenprodukte wiederzuverwerten und diese mit Hilfe der additiven Fertigungsverfahren (auch „3D Drucken“ genannt) in die industrielle Fertigung zu reintegrieren. Wir minimieren den Materialbedarf, reduzieren Abfälle und Transportwege und setzen auf eine Erhöhung der Wiederverwertbarkeit, der biologischen Abbaubarkeit, der Funktionalität und der Wertschöpfung. Mit unserem nachhaltigen Ansatz möchten wir nicht nur eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft ermöglichen und die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit durch die Modernisierung des sächsischen Wirtschaftsprofils steigern, sondern auch Wissen teilen und alle relevanten Akteure und Akteurinnen miteinander vernetzen. Gleichzeitig etablieren wir ein Reallabor für nachhaltige additive Fertigung als physisches Experimentierfeld. In unserem Reallabor testen und erproben wir die stoffliche Verwertung der anfallenden Reststoffe (Reststoff-Upcycling). Bisher haben wir bereits über 50 verschiedene Reststoffe erhalten, erfasst und analysiert. Zu den untersuchten Reststoffen gehören beispielsweise Baumwollflusen, Glasfasern, Holzstaub, Jeansstaub, Kaffeehäutchen, Kaffeesatz, Miscanthusstaub, Spreustroh, Papierstaub, Lederstaub, Brechsand und viele mehr. Wir verstehen, dass jedes Unternehmen unterschiedliche Voraussetzungen und Anforderungen hat. Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Akteur:innen zusammen, um individuelle Lösungen zu entwickeln. Erste Anwendungen finden sich in individualisierten Produkten, Verpackungen, Restaurations- und Architekturmodellen. Ein Beispiel ist unsere Arbeit mit dem Theater Chemnitz, für das wir bereits zum zweiten Mal Bühnenrequisiten hergestellt haben, darunter filigran detaillierte Kapitelle aus Miscanthus im Binder-Jetting Verfahren und einen lebensgroßen Flamingo aus Holzstaub im Pastenextrusionsverfahren. Wir sind stets auf der Suche nach neuen industriellen Anwendungsideen, anfallenden Reststoffen, Multiplikatoren für Kooperationen und Partnerschaften sowie Wissensträgern für den Austausch und das Teilen von Wissen.

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Ansprechpartner (für Materialklasse: Anorganisch, Werkstoffe, Organisch, Pflanzliche Stoffe, Holz):

Leif Bretschneider
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
+49 3731 39 3735
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